Phantastische „Eiswelten“ sind im Stöffel-Park zu entdecken

Irgendwie steckt wohl in jedem von uns ein Künstler. Und fast jeder von uns macht Fotos. Aber es gibt schon sehr verschiedene Sicht- und Vorgehensweisen,  Hintergründe und Intensitäten, mit denen Menschen vorgehen.

Wer Fotografien von Ulrich Persch kennt, müsste wissen, dass eine Ausstellung von ihm einen Besuch wert ist. Mitten in der Sommerhitze bieten seine „Eis-Welten“ mehr als Erfrischung: Er entführt mit rund 70 exzellenten Aufnahmen in eine phantastische Welt voller fantasieanregender Strukturen und Figuren…

Der Autor dieser Bilder ist ein Könner, der sich als Fotograf zwischen Rationalität und Emotionalität, Theorie und Spontaneität, Erfahrung und neuen Impulsen bewegt.

Ulrich, wie kamst du zur Fotografie?

Ulrich Persch: Schon seit meiner Schulzeit ist es eins meiner Hobbys gewesen. Angefangen hat es um 1970 auf Reisen, als ich Vaters Kodak Retina ausleihen durfte, und gelegentlichen Versuchen mit Schwarzweiß-Material in einem Fotolabor. Während meines Studiums habe ich dann 1974 meine erste Spiegelreflexkamera gekauft.

Wir kennen uns ja über die Westerwälder Foto-Freunde e.V., bei denen du nun schon seit 2013  Mitglied bist. Warst du anfangs eher als Eigenbrötler unterwegs?

Nein, auch gemeinsam mit Freunden. Ich bin in Wiesbaden aufgewachsen und war dort Mitglied bei der Fotografischen Gesellschaft. In diesem Kreis haben wir vor allem Farbdias besprochen. Dabei konnte ich viel über die Kriterien für Bildqualität lernen, über Aufnahmetechnik sowie Motiv- und Bildgestaltung. Eine gute Orientierung waren damals die Bücher von Harald Mante. Er war auch für mich eine wichtige Inspirationsquelle. 

Wie ging es mit deinem Hobby weiter?

Zunächst, als ich 1981 in den Westerwald zog, war Reisefotografie privat ein Schwerpunkt. Als Lehrer am Gymnasium Marienstatt habe ich später Foto-AGs geleitet. Im Fotolabor der Schule haben uns auch an der Farbentwicklung versucht. Über lange Zeit war ich außerdem für die Schulfotografie zuständig, etwa bei Veranstaltungen oder für die jährlichen Klassenfotos. Nachdem ab circa 2005 die Digitalfotografie aufkam – und ich eine fünfstellige Zahl an Dias mit einem Scanner digitalisiert hatte –, erwuchs wieder das Interesse, mehr aus der Fotografie zu machen. 

Ich kenne einige Bilder von dir, die du in der Klosterbibliothek von Marienstatt aufgenommen hast. Sie waren auch Thema einer Ausstellung. Wie kommst du nun auf „Eis-Welten“?

Das Thema verfolge ich seit etwa 1990. Damals hat der Herbststurm „Wiebke“  große Lücken in den Wald gerissen. Auch bei Enspel wurden die Holzstämme über mehrere Monate lang mit Wasser besprüht, um sie vor Schädlingsbefall zu schützen. Bei Frost kam es dann teilweise zu bizarren Eisgebilden, was ich zufällig entdeckte. Dort habe ich viele Aufnahmen gemacht – und das Motiv wurde mir über die Jahre immer wichtiger. Die Seenplatte im Winter, der Eisregen Anfang 2019, winterliche Ausflüge in die Holzbachschlucht und die „Kroppacher Schweiz“ kamen hinzu. 

Besonders mag ich die „Eispfützenwelt“ am Wegesrand: Die abstrakten Linienführungen und die bizarren Formen der kristallinen Gebilde lassen manchmal an Figuren oder Fabelwesen denken. Die Wahl des Bildausschnitts ist mir dabei sehr wichtig. Dies hat übrigens in der Geschichte der modernen Fotografie seine Tradition, etwa in der Stilrichtung „Neues Sehen“ seit den 1920er Jahren.  Mehrere Aufnahmen, die im Stöffel-Park ausgestellt sind, sind bereits bei deutschen Fotomeisterschaften angenommen worden.

Du lässt dich also nicht ganz durch den Zufall beeinflussen?

Sagen wir, das Spontane und die Reflektion verbinden sich. Ich frage mich schon bei meinem Tun: „Wo liegt mein innerer Antrieb?“ Neben Stimmungen und Gefühlen, die die Motive selbst hervorrufen, spielen aber auch rationale beziehungsweise technische Aspekte eine große Rolle, wenn es um die gelingende Ausarbeitung möglichst ausdrucksstarker Bilder geht. Wenn ich ausstelle, ist dafür die Wahl des passenden Papiers nur ein Beispiel, da ich einen großen Teil meiner Bilder auf „Fine-Art“-Material selbst ausdrucke.

Ich danke dir für die Einblicke, die du gewährt hast!

(Die Fragen stellte Tatjana Steindorf.)

Die Ausstellung ist bis zum 24. Juli 2026 im Stöffel-Park im Tertiärum zu sehen: täglich – außer montags – ab 10 Uhr (unter der Woche bis 17 Uhr, freitags bis sonntags bis 18 Uhr).
Kontakt:

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Was ist Basalt? Und seit wann wird er am Stöffel abgebaut? Und was passiert bei einer Sprengung? Fragen, auf die es hier Antworten gibt.

Überblick behalten

Besonders gut kann man die Dimensionen des Stöffel-Parks erkennen, wenn man den Stöffel-Aussichtsturm erklimmt.

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Im Stöffel-Park gibt es zu den unterschiedlichsten Themen Führungen – für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Kinder im Stöffel

Drumherum

Freizeit-Tipps rund um den Stöffel und das WällerLand – für jedes Alter und alle Interessen. Entdecken Sie viele Aktivitäten und viel Sehenswertes.

Kreatives

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Sport

Feiern und Meetings

Ganz gleich, ob Sie eine private Feier ausrichten wollen oder Ihr Verein eine tolle Location für ein Vereinsfest sucht – der Stöffel-Park ist der richtige Ort! Auch für Firmenveranstaltungen, Produktpräsentationen etc. bietet der Stöffel-Park den richtigen Rahmen.

Und Sonst?

Führungen im Stöffel-Park: verschiedene Themen, verschiedene Schwerpunkte – aber immer spannend und unterhaltsam!

Alle Veranstaltungen im Überblick – Konzerte, Lesungen, Vernissagen: Sie haben die Wahl!

Spaß mit Familie und Freunden: Grillen an der Stöffel-Grillhütte

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