Alle Jahre wieder im Juli strömen ein paar Hundert Menschen zum Stöffel-Park und genießen unter dem Motto „umsonst und draußen“ Livemusik von der Basaltbühne. Und wie immer spielt die Band Somesongs und verzichtet dabei auf eine Gage. Finanziell belohnt wird das Wirken der fünf Musiker trotzdem. In einer großen Blechkiste werden Spenden gesammelt. Wer kommt oder geht, steckt einen Schein in die Box. Den Inhalt gibt die Band weiter. Dieses Jahr war die Kollekte für die Tafel in Westerburg bestimmt, wie Somesongs-Gitarrist Günter Weigel dem Publikum zu Beginn erklärte.
Kulturpreis winkt
Markus Hof, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Westerburg und gewissermaßen Hausherr am Stöffel, begrüßte die Anwesenden und bedankte sich für das soziale Engagement der Band. Er teilte mit, dass Somesongs auch deshalb für den diesjährigen Kulturpreis der Verbandsgemeinde nominiert sei.
Dass zum gesellschaftlichen Wirken auch musikalisches Können gehört, bewiesen anschließend Sängerin Olivia Seck, Sandra Huth (Keyboard), Achim Wüst (Schlagzeug), Ralf Kortus (Bass) und Günter Weigel (Gitarre). Die Band covert Klassiker und Songperlen aus Rock, Pop und Soul, mischt ab und zu eine Prise Jazz unter und hat über die Jahre vielen Songs den typischen Somesongs-Groove verpasst.
Großer Applaus
Das knapp dreistündige Programm an diesem Abend umfasste neben ein paar Klassikern wie „Papa was a Rolling Stone“ oder „Cathedral“, Songs von Amy Winehouse, Alicia Keys, aber auch John Mayer, Sting oder den Beatles sowie aktuelle Chart-Titel von Raye oder Olivia Dean. Nicht zu vergessen zwei Stücke, die Sandra Huth beziehungsweise Olivia Seck geschrieben haben und die sehr gut ankamen. Großer Applaus: Nach vier Zugaben und stimmungsvollen Bildern von der Basaltbühne endete das Konzert, dem mehr als 400 Zuschauer aufmerksam gelauscht hatten. Und die Tafel kann sich über 1253 Euro und 51 Cent freuen.