Stöffel-Race: „Männer bergab hetzen ist ein schönes Hobby“

Bei der dritten Auflage des 24-Stunden-Rennens der Mountainbiker durch den Stöffelpark erlebten beinahe 300 Teilnehmer hautnah den Westerwald: Sonne, Regen, Matsch, Basalt – und eine einmalige Atmosphäre. Das „Stöffelrace“ gewannen Michael Brauns aus Alzey und Ute Ackermann aus Ebernhahn in den Einzeldisziplinen.

Für jede Runde gilt: 67 Höhenmeter und 3,7 km Strecke müssen überwunden werden

Punkt zwölf Uhr am Samstag wurde mit dem Rundenzählen begonnen: Es galt nun, 67 Höhenmeter auf einer Länge von 3,7 Kilometer zunächst bei schönem Wetter zurückzulegen. Am Nachmittag zog Michael Brauns an Daniel Opitz vorbei, der in den ersten drei Stunden mächtig Gas gegeben hatte.

Die jüngste Mannschaft (Team Radlos) kam aus Bad Marienberg und schaute sich „die neuralgischen Punkte“ schon vorher an, wie der 22-jährige Bastian Lepack berichtete. Das heimische Team „Quattro“ lobte die Streckenführung, die „entschärft“ worden war. Der jüngste Teilnehmer war der zwölfjährige Jonas Gilg vom Team Rotwild, das schließlich die Achter-Mixed-Wertung für sich entschied.

Gelungene Geburtstagsfeier in nasser und matschiger Nacht

Die Nacht war nass und matschig. Michael Brauns wurde 37 Jahre alt, sein Betreuerteam schenkte ihm zwölf Bananen, Brei in Flaschen sowie unzählige Energieriegel zum Geburtstag. So kämpften sich die Teilnehmer durch Stöffel und Müdigkeit. Auch so engagierte Teams wie „Schlaflos im Stöffel“ oder „Vier Ketten für ein Halleluja“ hatten es nicht leicht. Der beginnende Sonntag entschädigte dann die Fahrer mit einsetzendem Sonnenschein. Das Zweierteam „24 h Northwave“ gewann vor den „Stöffelstürmern“, obwohl das Grillgut am „Kohlenschuppen“ sie irritierte. Als Michael Brauns sein Rad im Ziel triumphierend in die Höhe hob, schien die Sonne, während er meinte: „Die Nacht im Regen war körperlich und mental schon grenzwertig.“ In der Nacht hatte er mehrmals sein Rad mit einer Gartenspritze gesäubert. Immer wenn er „Huhn“ rief, reichte seine Mutter ein Brötchen mit entsprechendem Fleisch darauf.

Ein anspruchsvolles Hobby

„Männer bergab hetzen ist ein schönes Hobby“, verriet Ute Ackermann aus Ebernhahn, nachdem sie die Frauenwertung für sich entschieden hatte. Sie betonte auch, dass die Strecke für Einzelfahrer eigentlich zu kurz sei: „Du bist so schnell durch, und die Zeit vergeht nicht“. Sie versprach, auch im nächsten Jahr hier ihrem Hobby wieder nachgehen zu wollen.

Lokalmatador Marc Schneider aus Unnau gewann mit seinen „Westerwald-Racern“ die Viererwertung und erklärte: „Wir sind schon 24 Stunden am Nürburgring gefahren, aber hier ist es anspruchsvoller und kostet mehr Kraft.

Organisator Hans Christian Mager führte die Siegerehrung an der Basaltbühne durch und versprach: „Wir werden uns qualitativ weiterentwickeln.“

Einzel, Männer
1. Michael Brauns – 99 Runden
2. Ronald Gasch – 84 Runden
3. Jimmy Vanlerberghe – 74 Runden

Einzel, Frauen
1. Ute Ackermann – 69 Runden
2. Sandra Klunte – 54 Runden
3. Claudia Goldstrass – 46 Runden

Zweier-Teams, Männer
1. 24 h Team Northwave – 123 Runden
2. Stöffelstürmer – 111 Runden
3. ICB DIMB Racing Team – 100 Runden

Zweier-Teams, Mixed
1. Die Kurzentschlossenen  – 86 Runden
2. 60 Plus Schnecken – 70 Runden
3. RSC Wanderlust – 69 Runden

Vierer-Teams, Männer
1. Westerwald Racer – 141 Runden
2. PST Racing and Friends – 129 Runden
3. Team Gute N8

Vierer-Teams, Mixed
Obheiter – 53 Runden

Achter-Teams, Männer
1. Theeltalbiker – 141 Runden
2. Bikefun.we – 138 Runden
3. MTB-Team Harveycom.it – 134 Runden

Achter-Teams, Mixed
1. Team Rotwild – 128 Runden
2. Bike Team Alpenrod – 120 Runden

(Text: Thomas Oesterreich)

Interessierte finden hier alle Ergebnisse!

Und wer nicht lesen möchte, findet hier das Video zum Rennen.

Ein schöner Bericht findet sich auch auf Monis und Franks Radlblog.

  Bilder vom 24-Stunden-MBT-Rennen 2016

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