RZ-Winterwandertag läuft nicht nur bei Sonnenschein

Sich regen im Regen bringt Segen, diesem Motto folgten die Wanderer des RZ-Winterwandertags rund um den Stöffel im Januar 2019!

600 Anmeldungen sind für die RZ-Winterwanderung rund um den Stöffel 2019 eingegangen. Und der feine, unablässige Nieselregen vermochte nur bei wenigen, die ersten guten Vorsätze für's neue Jahr wegzuwaschen: Um die 550 Menschen (und natürlich auch einige Hunde) waren letztlich dabei! Vom Stöffel-Park in Enspel verteilten sie sich auf fünf verschiedene Strecken, die zwischen 10 und 17 Kilometer lang waren.

Auch eine Art von Warm-up: Die spontane Umarmung vor dem Wandern. 

Schnell ein Foto: Diese Wandertruppe aus Hadamar lacht gerade so schön. Das ist bei Nebel und Regen ein wichtiger Anblick!  

Schon beim Start am Treffpunkt Stöffel-Park wird klar, dass die Teilnehmer nicht aus Zucker sind: Auto um Auto fährt heran, sie werden von zwei Männern zügig eingewiesen, und dann können die Wanderschuhe geschnürt werden. Auch eine Gruppe aus Hadamar ist fest entschlossen, sich vom Wetter nicht beeindrucken zu lassen. Ist ja der Westerwald. „Fast wäre mir richtiger Regen lieber als der feine Sprühregen”, meint einer von ihnen. Denn die feinen Tröpfchen kommen schier überall hin. Ihr Lachen wirkt schön ansteckend. Es heißt „Sich regen bringt Segen” und auch „Regen bringt Segen”. Summa summarum ergibt das hier: Sich regen im Regen bringt Segen … 

Die Nissenhalle spendet Wärme für innen und außen

Einige wärmen sich gleich in der Nissenhalle bei einem Kaffee oder Glühwein auf oder versuchen ihr Glück bei einem Gewinnspiel der Rhein-Zeitung (RZ). Das zieht auch Uli Schäfer an. Er schätzt, dass der Zeitungsstapel 500 Exemplare der Rhein-Zeitung enthält. Wenn das ein guter Tipp ist, könnte er unter anderem ein Wolfskin-Gutschein (Wert: 200 Euro) gewinnen.

Beim Stand der Rhein-Zeitung in der kuschelig warmen Nissenhalle gibt es auch kleine Souvenirs zum Mitnehmen, etwa einen Lippenpflegestift oder Kuli.

Ab und an sieht man sogar einen RZ-Winterwandertag-Sticker am Revers aufblitzen wie bei Martina Groszewski vom Stöffel-Team. 

Markus Müller, der Redaktionsleiter der Westerwälder Zeitung, wird hier lange nicht zu sehen sein. Er wandert mit bei der Route, die am Postweiher beginnt (17 km). Den Westerwald Touristik-Service vertreten hier Alisha Turbing und Hannah Matthiessen.  

Ein kleiner Umtrunk, dann geht es für die Gruppe aus Neuwied auf die Strecke. Mit ihren vier Hunden starten sie von Bad Marienberg aus. Für Elvis, Filou und Co., etwas betagtere Vierbeiner, wird etwas langsamer gemacht, sagt Frauchen, dann klappt das. Auch sie alle: einfach wohlgemut!

Der Mann vom Glühwein- und Apfelpunschstand ist Benjamin Junge. In Gieleroth betreibt er eine Kelterei und Essiganlage. Er ist im WällerLand längst bekannt, da er mit seiner mobilen Apfelsaftpresse auch am Wiesensee regelmäßig Station macht.

Er hat vor sich verschiedene  kostbare Säfte und Essige aufgestellt. Das Obst, erklärt er, stammt zum großen Teil von den eigenen Flächen, andere Früchte kommen aus dem Umland. Der Holunder wächst im Großraum Koblenz, wo sich ein bedeutendes Anbaugebiet dafür befindet. Auch der Apfel-Secco von Junge soll sehr gut schmecken, hört man flüstern ...

Plötzlich ist auch der Landrat zu entdecken. Achim Schwickert unterhält sich mit Martin Rudolph (Tourist-Information WällerLand und Geschäftsführer des Stöffel-Parks). Der Landrat ist nicht gekommen, um eine Rede zu halten – sondern um zu wandern! Freundlich und zurückhaltend mischt er sich unter die Teilnehmer, die am Wiesensee starten wollte. Doch der Wanderführer verkürzt spontan die Strecke aufgrund des Regens – und verlagert den Startpunkt einfach nach Halbs.

Von links: Alisha Turbing vom Westerwald Touristik-Service, Wanderführer Josef Rüth, Martin Rudolph und Landrat Achim Schwickert

Von Halbs aus ist der Stöffel-Park auch gut zu erreichen. 

Dieser Hund hat seine Freude am Wetter, das verrät seine Körpersprache. 

 

Mit dabei ist auch Karl Hammes (Fotos oben, 5. v. li) vom Westerwald-Verein, Zweigverein Wallmerod, der mit Freunden und Bekannten unterwegs beim RZ-Winterwandertag ist. Die Gruppe nutzt die Gelegenheit, mal eine etwas  längere Strecke zu laufen. Im Verein wird üblicherweise einmal im Monat etwa 7 bis 10 Kilometer zusammen gewandert, erzählt er. „Dabei ist den meisten die Schlussrast besonders wichtig”, verrät er augenzwinkernd.

Eine solche kann die Gruppe aber auch hier genießen: In der Nissenhalle stehen für die fleißigen Wanderer heiße Getränke parat, ab Mittag auch Kartoffelsuppe und Dippekuchen und natürlich Kaffee und Kuchen zum Aufpeppeln. 

Mit dem Bus geht es vom Stöffel-Park zum Ausgangspunkt der einzelnen Wanderstrecken. 

Zwischenstopp in der Alten Burg in Rotenhain 

Einen Zwischenstopp bei der Alten Burg in Rotenhain gibt es bei Route 1, der Wanderung um den Stöffel.

Ritter Michael Lochner erzählt hier von der Motte und ihrer Geschichte… Und Tanja Geibert, die mit Dieter Wisser die 72 Teilnehmer begleitet, verkündet strahlend:  „Wir hatten Topwetter!” Ja, sie spricht offensichtlich von der Sonne im Herzen. Dann lässt sie schnell mal alle miteinander das Westerwaldlied singen – als hätten sie’s den ganzen Weg her unablässig eingeübt. Zwei Strophen werden dargebracht. Bravo!

Auf den Gesichtern des „Wanderchors” hat der Gesang hübsche Glücksspuren hinterlassen, wie man auf dem Bild unten ja sieht. Der Vorsitzende des Stöffelvereins, Dieter Wisser, freut sich sowohl über treue Mitwanderer wie über die recht vielen neuen Leute, die gerne von ihm einige Infos rund um den Stöffel erfahren möchten. Einige kommen aus der Eifel, der jüngste Teilnehmer ist hier übrigens zwei Jahre jung.

Tanja Geibert hat Sonne im Herzen mitgebracht, und das strahlt sie auch aus – die Jacke ist eigentlich grau ;-)   

Der Stöffel-Park bietet noch viele Veranstaltungen im neuen Jahr. Schauen Sie einfach mal auf die Veranstaltungsseite. 

(Text und Fotos: Tatjana Steindorf)