Publikum genießt Some Songs – ganz umsonst & draußen

So viel war auf der Open-Air-Bühne im Stöffel-Park noch nie los”, staunte Martin Rudolph (Geschäftsführer des Stöffel-Parks), als die heimische Band „Some Songs” sich anschickte, in Enspel aufzutreten. Die Basaltbühne füllte sich unablässig, der Himmel zeigte ein fröhliches Blau, die Abendsonne blinzelte durch die Birkenäste. Die Wetterprognose hatte nichts Gutes versprochen, aber wenn Engel feiern …

Denn schließlich spielt die Formation „Some Songs” – eine Westerburger-Land-Kooperation mit starkem Schwerpunkt in Willmenrod – ausschließlich für den guten Zweck. Ihre Gage fließt zumeist an die Rhein-Zeitung-Stiftung HELFT UNS LEBEN. So freundlich wie die Taten wirken auch die Mitglieder, und so freundlich ist auch ihre Musik.

Relaxtes Benefizkonzert im Stöffel-Park

Bestens versorgt mit Getränken, Snacks und Sitzkissen machte sich das Publikum auf den Gabionen in dem ehemaligen Silo bequem. „I Feel Lucky“, „Take it Easy“, Morning of my Life” – allein die Titel passten schon zu diesem Abend. Und Beatles-Songs waren da schon ein Muss. In die Idylle hineingezogen und domestiziert wurden auch Stücke von Bruce Springsteen oder Janis Joplin.

Die Cover-Lieder von „Some Songs” sind geprägt von gutem alten Rock, Country, Pop und Jazz. „Irisch” können sie auch – Norbert Gundermann (Bass) präsentierte auch eine eigene Komposition in dem Stil. Er wie Ralf Grasmehr (akustische Gitarren, Harp), Achim Wüst (Schlagzeug) und Günter Weigel (Gitarren, Ukulele, Mandoline) lassen neben den Instrumenten auch ihre Stimme ertönen. Das alles ergibt Unterhaltung, die jedes Alter zu schätzen weiß. Zudem war die Lautstärke ohrenschonend, was nicht immer selbstverständlich ist, dafür sorgten die Techniker der Band: Jörg Podlinski und Juan Roos.

Eigentlich müsste sich die Gruppe umbenennen – in „Plenty Songs”. Denn samt Pause dauerte das Konzert locker drei Stunden, obwohl die Zeit schnell verging.

Oder wie wäre der Name „Penny Songs”? Denn: Die beiden jungen Sängerinnen Lea Fujiwara und Livia Munsch nahmen mit dem Konzert Abschied von der Band – Gastauftritte ausgenommen. Das ging allen Musikern ans Herz und sicher auch vielen im Publikum, die freundschaftlich und familiär mit ihnen verbunden sind. Wunderbarerweise haben die Herren eine hervorragende Nachfolgerin gefunden: Penny Jo Blattmann aus Stahlhofen a.W. Sie stellte sich beziehungsweise ihre warme, volle Stimme mit „Just the Way You Are” vor. Passt wie angegossen. Die drei Sängerinnen hatten sich den Applaus ebenso verdient wie die anderen Mitglieder.

Rund 350 Zuhörer waren zum Konzert erschienen. Und in der Spendenbox landeten rund 580 Euro für den guten Zweck.

(Text und Fotos: Tatjana Steindorf)

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