Pflanztag mit Kräuterwind-Spezialisten im Stöffel-Park bei Aprilwetter im Mai

Normalerweise sind Hummeln auf dem herrlichen Freigelände im Freizeit- und Tertiärpark „Stöffel-Park“ im Frühjahr oder Sommer zu sehen oder zumindest mit ihrem tiefen Brummen zu hören. Doch zum Pflanztag für Kinder waren die „Hauptakteure“ nicht zu sehen, denn das Wetter spielte nicht mit – es war ganz einfach zu nass und zu kühl. Dafür waren aber die Kinder da, die trotz anhaltender Regenfälle in entsprechender Regenkleidung den Weg in den Stöffel-Park fanden, um einen Staudengarten für Hummeln zu bepflanzen.

Naturgartenplanerin Susanne Piwecki erläutert Spannendes rund um Bergminze und Strauchmalve

Eingeladen zu dieser Kräuterwindgartenaktion hatte der Geschäftsführer des Stöffel-Parks Martin Rudolph, der im vergangenen Jahr – bei tollem Wetter – sehr viel Erfolg mit dem Motto „Nachtfalter“ und dem Pflanzen entsprechender Blumen für die Nachtfalter hatte. Die Pflanzen wurden auch in diesem Jahr von Kräuterwind-Gartenprofi und Naturgartenplanerin Susanne Piwecki besorgt und vorbereitet. Sie übernahm auch die Durchführung dieser Aktion mit den Kindern.

Den Kindern wurden durchweg Wildpflanzen zur Verfügung gestellt. Alles zertifizierte Biolandpflanzen von spezialisierten Zulieferern. In Reih und Glied standen sie dann da, die jungen Trachtpflanzen, die später einmal Nektar und Pollen für Hummeln liefern sollen. Darunter die Wegwarte und die Strauchkronenwicke, der Blutstorchschnabel, die Bergminze und die Braunelle oder die Strauchmalve.

„Die Pflanzen werden so gepflanzt, dass sie aussähen können“, erzählt Susanne Piwecki. Dies bedeutet für den Bereich des Staudengartens, dass die Pflanzen sich in jedem Fall verbreiten können. Man soll den Pflanzen einfach die Chance geben zu kommen und nicht gleich alles herausziehen.

Hummeln im Garten sind immer ein Gewinn

Bei so vielen Pflanzen hatte Susanne Piwecki aber auch viele Informationen über die Hummeln, lateinisch „Bombus“, dabei. So gibt es ihren Informationen nach verschiedene Arten von Hummeln, die in Steinhaufen oder aber auch unter der Erde angesiedelt sind. „Es ist toll, Hummeln im Garten zu haben“, erzählt Susanne Piwecki weiter. Für sie ist es wichtig, mit diesen Aktionen Vögeln und Insekten eine Lebensgrundlage zu geben, da viele Wildpflanzen durch die Monokultur in der Landwirtschaft verschwinden.

Zu guter Letzt gab es am Ende eine Belohnung für die Kinder in Form einer Pflanze der Gummibärchenblume. Damit diese Aktion dann doch nicht ohne Hummeln zu Ende ging, wurden entsprechende Tierchen in lustiger Papierform an die Gummibärchenblume gesteckt. Auch dieser verregnete Pflanztag war dann am Ende ein voller Erfolg, der mit einer Eisspende noch die Krönung erfuhr. Für den ersten Sonntag im Mai im Jahr 2016 kündigte Martin Rudolph schon jetzt einen weiteren Pflanztag an – Thema offen.

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