Modellräume treffen sich im Wäller Land

Enspel. Starke Kommunen – Starkes Land.

Hinter diesem Slogan verbirgt sich eine Zukunftsinitiative des Landes, in der 6 Modellräume für Rheinland-Pfalz bis 2016 neue Formen der Zusammenarbeit zwischen den Kommunen erproben, kommunale Bürgerbeteiligungen entwickeln und den Weg zu einer demografiefesten Kommunalpolitik weisen sollen. Ende vergangener Woche sind zum ersten Mal alle Modellräume zu einem gemeinsamen Strategieworkshop zusammen gekommen. Gastgeber waren die Verbandsgemeinden Wallmerod und Westerburg, die im Projekt den Modellraum Wäller Land bilden. Die Bürgermeister Klaus Lütkefedder (Wallmerod) und Gerhard Loos (Westerburg) freuten sich, dem Innenstaatssekretär Günter Kern, der Projektleiterin Christina Hahn aus dem Innenministerium und der Projektfamilie die seit 2010 bestehende Zusammenarbeit beider Verbandsgemeinden vorzustellen und die im Projekt geplanten Schwerpunktthemen zu erläutern.

Fachjury wählt aus

Etwas mehr als ein halbes Jahr ist vergangen, seitdem eine Fachjury aus den zahlreichen Bewerbern die 6 glücklichen Gewinner-Modellräume ausgewählt hat.

Überall wurden inzwischen die Ärmel hochgekrempelt und die spannende Aufgabenstellung angepackt. Anliegen des federführenden Innenministeriums war es jetzt, die Projektteilnehmer

  • Alsenz-Obermoschel und Meisenheim
  • Bad Hönningen, Linz am Rhein und Waldbreitbach
  • Hagenbach und Kandel
  • Hahnstätten und Katzenelnbogen
  • Kröv-Bausendorf, Traben-Trarbach und Zell (Mosel)
  • Wallmerod und Westerburg

zu einer Projektfamilie zusammenzuschweißen. Damit war die Idee zu einem ersten übergreifenden Austausch der Projektteilnehmer geboren. Ausrichter dieses ersten „Projektfamilientreffens“ war der Modellraum Wallmerod und Westerburg. Ende vergangener Woche konnten Bürgermeister Klaus Lütkefedder (Wallmerod) und Bürgermeister Gerhard Loos (Westerburg) in dem gemeinsamen Modellraum, dem Wäller Land, die Projektbeteiligten begrüßen.

„Leben im Dorf”, „Alt werden im Dorf” – Initiativen, die ankommen

Im Mehrgenerationentreff Elbingen überzeugten sich die Gäste davon, dass die Initiative „Leben im Dorf“ der Verbandsgemeinde Wallmerod zur Ortsinnenentwicklung sehr erfolgreich arbeitet. Besonderes Interesse der Teilnehmer weckte der mobile Markt am Mehrgenerationentreff in Elbingen. Sichtlich erfreut berichtete Bürgermeister Klaus Lütkefedder der Projektfamilie, dass ein Arbeitsschwerpunkt im Wäller Land das Thema „Alt werden im Dorf“ ist. Mit finanzieller Unterstützung des Landes und mit fachlicher Begleitung durch externe Beratungsbüros soll nun entwickelt werden, wie die Menschen auch im ländlichen Raum in ihren eigenen vier Wänden bzw. in dem gewohnten Umfeld selbstbestimmt alt werden können.

Der zweite Teil des Treffens stand ganz im Zeichen des Tourismus. Im Stöffel Park – einem touristischen Highlight im Wäller Land – erfuhren die Projektpartner, dass im Projektraum Wäller Land auch der Tourismus ein ganzes Stück weiter voran gebracht werden soll. Da man hier auf einer vorhandenen Konzeption aus Westerburg aufbauen konnte, sind die Überlegungen am weitesten vorangeschritten. In Facharbeitsgruppen und Tourismusworkshops wird erarbeitet, wo der Schuh im Moment noch drückt und wie sich die Region in Sachen Tourismus noch besser aufstellen kann. Zusammen laufen sollen die Fäden in dem sogenannten Tourismusausschuss. In dieses neu zu schaffenden kommunale Gremium mit Entscheidungskompetenz werden die Verbandsgemeinden Wallmerod und Westerburg aus ihren Räten Ausschussmitglieder entsenden. Den Vorsitz wird Bürgermeister Gerhard Loos innehaben. Sein Vertreter ist der Wallmeroder Verwaltungschef Klaus Lütkefedder.

Intensiver Austausch der Modellräume

Dass es auch in den übrigen Modellräumen spannende und zum Teil auch ähnliche Themen gibt, zeigte der intensive Austausch der Modellräume. Schnell war die Erkenntnis gereift, dass sich auch ein Blick über den eigenen Modellraum-Teller lohnt. Und so wurden auch schon die ersten modellraumübergreifenden Verbindungen geknüpft.

Am Zweiten Tagungstag beschäftigte sich die Projektfamilie intensiv mit allen Facetten der Kooperation. Die Modellräume, die Vertreter des Innenministeriums und die für die wissenschaftliche Begleitung zuständigen Mitarbeiter der Technischen Universität Kaiserslautern konnten am Ende des Workshops eine Fülle von Anregungen mitnehmen, wie man auch zwischen Fusion und Kirchturmdenken sinnbringende Zusammenarbeit gestalten kann.

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