Louis L. Blackmore zeigt Fotografien zum Thema „Wasser"

Bildschön ist die Eröffnung der Besuchersaison, dafür sorgt Fotograf Louis L. Blackmore, der noch bis zum 2. Mai 2019 ansprechende Aufnahmen im Café Kohleschuppen im Stöffel-Park (Enspel) zeigt.   

Dabeisein ist (fast) alles

Wozu gibt es Bilderausstellungen? Jeder kann doch am heimischen PC zu fast jedem Thema millionenfach fündig werden. Ein Schwerpunkt muss also auf der Präsenz liegen – dass Menschen sich aufmachen um zusammenkommen, sie ihre Aufmerksamkeit auf ein Thema lenken, sich austauschen und den Künstler oder Fotografen samt Werken persönlich erleben können.

Und das hat auf das Schönste bei der Eröffnung der Fotoausstellung von Louis L. Blackmore (Selbach) im Stöffel-Park funktioniert. Rund 50 Besucher füllten die Bänke im Café Kohleschuppen.

Und noch bevor man mit einem Glas Sekt auf die Ausstellung und die Eröffnung der Besuchersaison im Stöffel-Park anstieß, begrüßte Egon Negd im Namen der Geschäftsführung die Anwesenden, und Marli Bartling, die hier als Kunstvermittlerin wirkt, gab das Wort an den Fotografen weiter.

Aufnahmen ziehen die Blicke magisch an

Um die 30 Aufnahmen hat der gebürtige Schotte vor die Basaltwände des ehemaligen Kohlelagers gesetzt. Die meisten sind auf Leinwand gedruckt und auf Keilrahmen gezogen. Kein Wunder, dass so manches Bild wie gemalt wirkt. Auffallend ist das weiße, weiche Wasser, das über Basaltsteine fließt – in der Holzbachschlucht aufgenommen. Auch Wasserfälle oder gefrorenes Wasser sind zu sehen bis hin zum Tautropfen auf grüner Pflanze. Der einen Betrachterin gehen die „Edelsteine von Selbach-Sieg” nicht aus den Augen, andere bewundern den Wasser-Basalt-Kontrast des Bildes „Im Gesteins” (Holzbachschlucht).

Und einen großen Sog übt das „Weltende” aus. Blackmore hat offensichtlich die Nister bei Stein-Wingert fotografiert. Und das 120 mal 80 Zentimeter große Bild in Schwarz-Braun-Weiß-Tönen zeigt die Bewegung des Wasserlaufes eben so, als befände das Weltende sich just hier. Die ansprechenden Fotografien sind übrigens zu erwerben. Kleinere Abzüge in Passepartouts werden auch angeboten.

Die Schöpfung erhalten

Entgegen des von Blackmore ursprünglich gewählten Titels sind nicht alle dargestellten Gewässer „heimisch” . Manche Aufnahmen stammen aus dem Neandertal oder von Urlaubsinseln wie Mallorca. Auch die „Quelle des Lebens” bilden sie nicht direkt ab, doch ist es Blackmores ausgesprochener Wunsch, sein fotografisches Werk möge dem Erhalt der Schöpfung dienen. Diese Widmung ist ihm ein wichtiges Anliegen, betont er in seiner Ansprache. 

Hier finden Sie weitere Informationen zum Fotografen

Die Besucher – unter ihnen auch einige Künstler, die hier schon ausstellten oder ausstellen wollen –  schauen sich ausgiebig um, kommen ins Gespräch, munter und locker geht er her. Und das darf so bleiben bis Anfang Mai. Eine andere Ausstellung löst diese dann am Sonntag, 5. Mai 2019, ab. Mehr Infos: www.stoeffelpark.de

Öffnungszeiten und Kontakt zu dem Künstler

Die Ausstellung ist zu sehen bis zum 2. Mai 2019. Empfehlenswert sind die Sonn- und Feiertage ab 13 Uhr zu Zeiten des Cafébetriebs. Der Fotograf ist an allen Samstagen und Sonntagen (ausgenommen am 23. und 24. März 2019) zwischen 14 und 15 Uhr zugegen und freut sich über den Austausch mit interessierten Besuchern! Ansonsten bitte einfach die allgemeinen Öffnungszeiten des Stöffel-Parks nutzen: Di-Do 10-17 Uhr, Fr-So und feiertags 10-18 Uhr. Wer nur die Ausstellung sehen möchte, braucht keinen Eintritt zu zahlen.

So finden Sie zum Stöffel-Park.

(Text und Foto: Tatjana Steindorf)

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