Joe Mizzi erobert als Ozzy die Bühne

Heavy Metal in der Schmiede war am Samstag, 14. April 2018, im Stöffel-Park angesagt – und zwar ganz ohne Amboss und Hammer. Die Glut wurde auf Gitarrenseiten, mittels Schlagzeugsticks und  Stimmbändern geschürt. Die Band Sabbra Cadabra zauberte mit ihrem Auftritt (fast original anmutend) Ozzy Osbourne und den Sound von Black Sabbath auf die Bühne.

Passend dazu die Besucher: Überwiegend Männer, gut gelaunt, meist schwarz gekleidet, einige mit Hüten nach Ozzy-Art.

Sie wussten, was sie hören wollten und bekamen es in bester Qualität geliefert, wie aus dem Publikum immer wieder zu hören war. Manche hatten den echten Ozzy (mit oder ohne Black Sabbath) schon erlebt – und waren  von der Coverband in Enspel kein bisschen enttäuscht. Das will was heißen. Die Musiker von Sabbra Cadabra haben es drauf.

Spaß machte schon allein Joe Mizzi als Ozzy – lange Haare, flatternde Hände, ausladende Gesten, Fledermäuse, die er zum Fressen gern hat … und der Gesang, der immer besser wurde, zumindest für den, der wohlgesetzte Schreie zu schätzen weiß.

Den fetten Basssound lieferte Lea Fujiwara aus Wetzlar. Sie hatte sogar authentische 1970er-Jahre Verstärker mit dabei. Nebenbei arbeitet sie bei einem Gitarrenbauer, erzählte sie in der Pause.

Großartig waren auch Drummer Juan Ross und Gitarrist Sebastian Lies (der noch studiert). Ein perfektes Team mit dem richtigen Techniker: Ruben Jahrling sorgte für einen ausgewogenen Klang, das Ergebnis, „das homogene Bild”, begeisterte selbst Kenner der Materie. Jahrling wiederrum war voll des Lobes für die Alte Schmiede, der er Tonstudioqualität bescheinigte.

Alle zufrieden, wie es schien. Die eingefleischten Fans konnten Textpassgen mitsingen, manch einer wirbelte gar über den gepflasterten Tanzboden. Wer Black Sabbath nicht so gut kannte, war ebenfalls angetan. Auch wenn im einem Lied sich mehrmals die Rhythmen ändern – und eines heutzutage für drei reichen würde. Zum Headbanging waren sie wie gemacht. Gespielt wurden Songs wie „Loner”, „Snowblind”, „War pigs”, „Into the void”, „God is dead” oder „Sabbra cadabra” (!). „Paranoid” war die Zugabe.

Die erfahrenen Musiker kommen aus Gießen, außer Mizzi, der in Fehl-Ritzhausen wohnt. Als Ozzy-Fan wollte er unbedingt die Coverband gründen, einen Traum wahr machen. In dieser Besetzung spielten sie nun ihren fünften Gig. Der Anfang einer großen gemeinsamen Karriere ...

(Text und Fotos: Tatjana Steindorf)

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