In der Welt unterwegs – Austausch und Anregung bei den TravellerDays

Die ersten TravellerDays in Enspel brachten Individualreisende zusammen – egal ob sie mit Bike, VW-Bus oder Pick-up unterwegs sind. Die Veranstaltung konnte sich gleich über einen guten Zulauf freuen und sie wird, mit neuen Anregungen versorgt, im kommenden Jahr wieder stattfinden.

„Rund 300 Teilnehmer haben hier übernachtet”, berichtet Jürgen Eckerth (Mengerskirchen) am zweiten Tag des Events, während einige noch am ihrem Frühstück knabbern. Sie stammen aus allen Teilen Deutschlands und aus angrenzenden Ländern – sogar aus Polen. Er und Benno Cramer (Sauerland) sind die privaten Veranstalter der TravellerDay im Stöffel-Park.

Ein Pärchen aus Brandenburg bezeichnet die Veranstaltung als gelungen. Sie finden es urig hier. Wenn sie etwas wünschen könnten, wäre eine Spülmöglichkeit auf dem Gelände von Vorteil –  „am besten mit warmem Wasser”. Aber als Camper seien sie ja nicht verwöhnt. Austausch, Infos sammeln, Probleme lösen und von Erfolgen berichten, das sei hier möglich gewesen, sagen beide. Und das stand auch beim Organisationsteam im Vordergrund.

„Wir wollten Berührungsängste nehme” und Mut machen, auch neue Ziele anzuvisieren und Tipps dazu geben, so Eckerth. Das geschah mittels kleiner Reisevorträge. Profi Andreas Hülsmann etwa sprach über das Reisen „Kurs Ost”. „Die angenehme Location und der familiärer Charakter rundet die Sache ab”, meint Jürgen Eckerth.

Am Samstag waren viele Besucher da. Insbesondere junge Leute interessierten sich für die Umbauten. Eckerths Firma KECMoters in Mengerskirchen hat ein Schienensystem entwickelt, wodurch die individuell gestalteten Einbauten für den VW-T6-Kastenwagen verschiebbar sind und herausnehmbar, damit das Fahrzeug im Alltag normal genutzt werden kann.

Er selbst ist sein bester Kunde. Und einen Blick durften Besucher in das rollende Zuhause des Ehepaar Eckerth werfen. Ganz Europa, sogar die Zentralsahara haben sie in mehreren  Jahrzehnten durchquert.

Solarzellen auf dem Dach, Außendusche, LED-Lampen … Die ausgefeilte moderne Technik macht die Nutzer sehr unabhängig. Dazu kommt ein WC-Mittel des Siegerländer Unternehmens awiwa (ausgezeichnet mit dem Europäischen Innovationspreis 2018 für Nachhaltigkeit), das  umweltfreundlich wirkt – ohne Chemie, dafür mit Enzymen und Mikroorganismen.

Super kamen Workshops wie „Sand, Blech und Co.” an. Was tun, wenn das Fahrzeug geborgen werden muss? „Um solche Dinge ging es hier. Und sie konnten im Stöffel-Park gut vorgeführt werden”, meint Eckerth. Der Workshop „Konfliktmanagement” fand auch großen Anklang. Er zeigte auf, wie brenzlige zwischenmenschliche Situationen entschärft werden und was dann deeskalierend wirken kann.  

Für die Workshops wurde eine Gebühr erhoben, die an zwei wohltätige Organisationen ging: das Kinderhospiz Balthasar, Olpe und Steps for Children (Hamburg).

Das nächste Treffen steht bereits: Es soll am 26. und 27. September 2020 stattfinden!  

(Text und Fotos: Tatjana Steindorf)

  Impressionen vom 1. Traveller Day

 

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