Ganz harmonisch „miteinander unterwegs“

„Miteinander unterwegs“ so lautete das Motto für eine gemeinsame Unternehmung Asylsuchender und Ehrenamtlicher im Westerburger Projekt „Integrationsnavigator“.

Das Vorhaben gelang auf die wünschenswerteste Weise: Den Nachmittag im Stöffel-Park kennzeichnete eine wunderbar entspannte Atmosphäre. Die erste gute Überraschung waren die vielen Teilnehmer: An die 100 Flüchtlinge beziehungsweise Neubürger und ehrenamtliche Helfer kamen im neuen Erlebnismuseum, dem Tertiärum, in Enspel zusammen.

Hier wurden sie von Johanna Kunz (Mitarbeiterin des Diakonischen Werks und Koordinatorin des Projekts) begrüßt. Martin Rudolph (Geschäftsführer des Stöffel-Parks) hieß die Gäste willkommen und führte sie in die Thematik der Einrichtung ein.

Mitarbeiter des Bereichs Asyl der Verbandsgemeinde Westerburg waren selbstverständlich auch vor Ort: Stefanie Schäfer, Martin Wolf und Valerie Wendel. Die Übersetzung ins Arabische übernahm Hatoum Abdallah.

Wie viel Erfahrung wert ist, bewies das Stöffel-Park-Team, das ein Rundum-Wohlfühlprogramm bot: Es gab Gebäck, Obst und Getränke für den kleinen Hunger. Und während der Geschäftsführer mit den Erwachsenen einen Rundgang über das Gelände unternahm, unterhielt Michaela Geibert die Kinder, wobei Nadine Baumann mithalf. Allenthalben entspanntes Lachen, Gespräche, Spielen, fröhliche Gesichter – eingebettet in eine sonnige Kulisse und eine noch grüne und blühende Natur.

Pfarrer Brandt war gekommen, Sprachlehrer, engagierte Nachbarn und Nicole Bettgenhäuser vertrat die Evangelische Kindertagesstätte „Pfarrer Ninck“ mit einigen Kolleginnen. Unter den Flüchtlingen waren junge Männer sowie Familien mit Kindern. Erstaunlich war, dass viele unter ihnen schon gut deutsch sprachen.

Ein wohltuender Chillout beendete das fast vierstündige Treffen. Nochmals kamen alle im Tertiärum zusammen, angezogen von der Musik und Fotografien. Denn hier waren nun Aufnahmen der Anwesenden, die während des Treffens gemacht wurden, über die große Beamer-Leinwand zu sehen. Dazu spielten Musiker die genau passenden Lieder: Norbert Gundermann (Bass), Achim Wüst (Percussion), Günter Weigel (Gitarre) – und Livia Munsch, die bezaubernd sang. So klang ein harmonischer Nachmittag aus.

Rabia und Imad Tamer schreiben in das Gästebuch. Sie kamen in Begleitung von Christel Neumeyer, die mit ihrem Mann Freunde in den beiden gefunden hat.

(Text und Fotos: Tatjana Steindorf)

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