Freie Montessori-Schule Westerwald ist jetzt auch Geopark-Schule Westerwald-Lahn-Taunus

Es war an und für sich ein Familienevent in der Freien Montessori-Schule Westerwald wie er in jedem Jahr stattfindet. Es war am Wochenende ein Fest für alle Sinne mit einem großen Publikum, das sich von der ersten Sekunde an begeistert zeigte von dem bunten Programm, das Jung und Alt auf dem Gelände im Wäller-Park in seinen Bann zog. Doch es sollte noch ein Punkt hinzukommen, der die Bemühungen der Schulleitung, die Geowissenschaft ganz speziell in den Lehrunterricht aufzunehmen, würdigt.

Eine ausgezeichnete Schule

Die Schule wurde, als zweite Schule im Westerwaldkreis nach der Schule in Niederahr, als Geopark-Schule ausgezeichnet und zertifiziert. Aus diesem Grund fand sich Michael Volkwein von der Geschäftsstelle des Nationalen Geoparks Westerwald-Lahn-Taunus zu eben diesem Familienevent ein, um gemeinsam mit Andreas Steiof (Vorsitzender des Schulträgers Freie Montessori-Schule) und dem Geschäftsführer des Geoinformationszzentrums Stöffel-Park Martin Rudolph die Verträge zu unterzeichnen.

Vielfältige Themen, unterschiedliche Orte

Nicht nur die Geowissenschaften stellen ein gemeinsames Thema von Schule und Geopark dar. Auch die ökologische Bildung, Industrialisierung und Kulturgeschichte können von Schülerinnen und Schülern in den Einrichtungen des Geoparks erfahren werden. Dazu gehören unter anderem der Stöffel-Park, der schon jetzt von der Schule mit mehreren Klassen wöchentlich angefahren wird. Doch auch die Grube Bindweide oder die Geowelt Fortuna bieten für Schülerinnen und Schüler wie auch das Lehrpersonal spannende „Aufhänger“ für den Unterricht in Geschichte, Wirtschaft und Erdkunde. Auch Kunst kann erarbeitet werden. Hierzu bietet das Keramikmuseum Westerwald die Gelegenheit selbst zu töpfern.

Aus dem Wissen „vor der Haustür“ schöpfen

Ziel der Zertifizierung ist es eine verbindliche Integration von Geopark-Themen in die Arbeit der Schulen aufzunehmen. Dies geschieht durch eine nachhaltige und dauerhafte Zusammenarbeit und Vernetzung der zertifizierten Schulen mit dem Geopark und seinen Einrichtungen. So soll den Schulen der Zugang zu attraktiven und praxisnahen Unterrichtsangeboten und Exkursionszielen in der Region erleichtert und die verbindliche Verankerung von Einrichtungen im Geopark als außerschulische Lernorte verbessert werden. Nach der Unterschrift unter die Verträge gab es an Ständen Informationsmaterial über die gemeinsamen Geoparks der Landkreise Westerwaldkreis, Limburg-Weilburg, Altenkirchen, Lahn-Dill und Altenkirchen.

Und dann wurde gefeiert …

Doch dies sollte nicht der einzige Höhepunkt an dem programmreichen Tag sein. Es wurde mit dem Westerburger Dominik Eulberg einer der weltbesten Techno-DJs gewonnen. Ein gemeinsames Freies Soziales Jahr des Sohnes von Andreas Steiof und Dominik Eulberg ermöglichte es, den auf den größten Techno-Bühnen der Welt spielenden DJ in seine Heimatstadt zu holen. Dabei erfüllt Dominik Eulberg fast schon die Voraussetzung selbst als Mitarbeiter des Geoparks aufgenommen zu werden. Der studierte Ökologe setzt sich für eine naturnahe Forstwirtschaft ein und lässt in seine Musik Tier und Naturgeräusche einfließen. Über zwei Stunden zog Dominik Eulberg das Publikum in seinen Bann, das den Platz vor der Schule in eine riesige Tanzfläche verwandelte.

Unterhaltung und Interessantes für alle

Dieser Platz sowie die Räumlichkeiten waren auch Anlaufpunkte des Familientages. Darunter die Vorstellung eines Hai-Projekts (Aufklärung über Haie, über den Mythos, dass Haie keine Menschen fressen, Verkauf von echten Haizähnen), eine Naturwerkstatt, in der Kinder mit Naturmaterialien bastelten, Ponyreiten, Riesenschach mit selbstgebauten Schachfiguren und das Arbeiten mit Holz. Viel Spaß machte auch die Sumpfwanderung und ganz am Ende des Programms eine gemeinsame Fledermauswanderung, zu der sich auch Dominik Eulberg einklinkte.

(Text und Fotos: Klaus Dieter Häring)

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