„Farbe trifft Basalt“ – Bilder von Werner Düll

Farbenfroh zeigt sich der „Kunstraum“ des Stöffel-Parks in Enspel: Werner Düll stellt seine Acryl-Gemälde im Café Kohleschuppen aus. Unter dem Titel „Farbe trifft Basalt – Von Ahornrot bis Zitrusgelb“ sind sie dort bis Freitag, 24. Juni, täglich von 10 bis 18 Uhr zu sehen.

„Das Wort ‚Vernissage‘ geht mir schon fließend über die Lippen“, sagt Martin Rudolph, Geschäftsführer des Stöffel-Parks, bei der Begrüßung der vielen Gäste, die sich zur Eröffnung der Kunstausstellung versammelt haben. Sonst habe der Schwerpunkt auf regionalen Künstlern gelegen, nun sei man schon über die Grenze vorgedrungen – bis nach Hessen.

Einsatz von Spachtel, Pinsel und Acryl

Werner Düll, der in Niedernhausen lebt, berichtet bei dem folgenden Künstlergespräch, das Sabine Dörner führt – sie hatte vor nicht allzu langer Zeit ebenfalls ihre Bilder am gleichen Ort präsentiert –, von seinem mit Leidenschaft betriebenen Hobby. Zwei Techniken hat er sich insbesondere zu eigen gemacht: Bei der einen Variante klebt er Streifen ab. Daraus entsteht eine Art Lamelleneffekt, der besonders plastisch wirkt, werden die großformatigen Werke von der Seite aus betrachtet. Wie bei „Indian Summer“ setzt er gerne einen Spachtel ein. Die zweite Variante ist eher unmittelbarer, hier kommt der Pinsel gerne zum Einsatz, die Farbpalette ist eingeschränkter, die Farben sind zurückhaltender, das Weiße der Leinwand spielt mehr mit.

Freuen sich über einen gelungenen Auftakt (v.l.n.r.): Sabine Karbowy, Werner Düll, Sabine Dörner, Martin Rudolph und Marli Bartling

Gesucht und gefunden

Dülls Werke, die übrigens zum Kauf stehen, zeigen Muster, nichts Figürliches. Sie reichen von dem pastellfarbenen Werk „Genesis“ bis zu „sechs mal sechs“ (dieses besteht aus 36 kleinen Leinwänden, jede in einer anderen satten Farbe). „Die Bilder machen den Eindruck, als hätten sie die Basaltwände gesucht und gefunden“, meint Sabine Dörner. Und die Wirkung der zumeist kräftigen Farben in dem dunkeln, grau-schwarzen Raum gibt ihr Recht.

Düll dankt Martin Rudolph, im Stöffel-Park ausstellen zu dürfen, und fragt augenzwinkernd, ob es wirklich ein Zufall sei, dass er in der Straße „Basaltweg“ wohne. „Im richtigen Leben“ ist der Werner Düll für die Finanzierung von Altenheimen zuständig, sagt er. Er weiß, dass Kunst Geschmackssache ist. Mit Kritik könne er leben, meint er und lädt jeden dazu ein, sich seine eigene Meinung zu bilden. (tast, 26.04.2016)

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