Ein Laster kommt selten allein – Truckertreffen 2016

Auf ein oder zwei Laster kann der eine oder andere in seiner Freizeit schon verweisen. Handelt es sich aber um die schweren „Könige der Landstraße“, um Lastkraftwagen, wird die Auswahl der Besitzer schon enger. In diesem Fall handelt es sich sehr oft um Speditionen oder Firmen, die eine entsprechende Zahl an Lastkraftwagen in ihren Großgaragen hält und vielen Männern und Frauen einen Job anbieten. Und eben dieser Job als Lastkraftwagenfahrer hat in den letzten Jahren eine enorme Wandlung und Modernisierung erfahren.

Ein Beruf im Wandel

Brauchten früher die Trucker nur einen entsprechenden Führerschein, der oft als „Begleiterscheinung“ bei der Bundeswehr gemacht wurde, wird heute eine entsprechende, jahrelange Ausbildung und Prüfung erwartet. Ein stressiger Job, dessen körperliche Belastung durch Termindruck noch erhöht wird.

Von PS, Staus, Autobahnen und vielen Erlebnissen

Einmal im Jahr haben aber nun viele dieser heimischen Trucker die Gelegenheit, sich im Kreise der Berufskollegen auszutauschen und für ein paar Tage Job Job sein zu lassen. Möglich ist dies auf dem Gelände des Stöffel-Parks, wo seit vier Jahren ein Treffen von Truckern stattfindet. Hintergrund dieses Treffen zu veranstalten war das schon etablierte Oldtimer-Truckertreffen an gleicher Stelle. Bei vielen der Besucher und Trucker kam damals die Frage auf „Warum nicht ein Treffen mit modernen Trucks?“ Dieses Ansinnen wurde vor vier Jahren mit damals 40 Trucks in die Tat umgesetzt. Schon damals wurden die Lkw blitzblank in Reih und Glied aufgestellt. Dazwischen loderte damals wie heute so manches Grillfeuer und bis spät in die Nacht wurden Truckergeschichten von Unfällen und Staus auf der Autobahn erzählt.

250 Trucks sind angerückt

Dieser erste Erfolg sprach sich in der Szene rum und Martin Rudolph, als Geschäftsführer des Stöffel-Parks, musste reagieren. Er erweiterte das Gelände, auf dem die Trucker ihre Fahrzeuge präsentierten. War dies vorher nur der Bereich um die alte Industrieanlage herum, hatten nun die Trucker auch den Bereich des Stöffel-Sees zur Verfügung. So wurde 2015 an zwei Tagen die Grenze der Kapazität erreicht. „Mehr als 250 Trucks geht nicht“ erzählte ein sichtlich zufriedener Martin Rudolph, der in diesem Jahr schon am zweiten Tag von dieser Zahl berichtete.

Viele Marken, unzählige Ausstattungen

Auch wenn dieses Treffen 2016 durch den Feiertag erstmals auf drei Tage verteilt war, wurde bei der Besucherzahl aber kein Rekord erzielt. Trotzdem kamen viele auf das Gelände, um sich die Mercedes, Volvo, Scania, MAN, Renault oder Iveco anzuschauen, die liebevoll ausgestattet auf dem Gelände geparkt wurden. War die Auswahl an Marken schon groß, ging es bei der Auswahl der Ausstattung der Lkw weiter. Ob Silofahrzeug, Großraum-Lkw, Sattelzug, Abschlepp-Lkw, Feuerwehrfahrzeuge, Lkw mit und ohne Aufbau oder auch Busse. Alle standen parat, um bestaunt und begutachtet zu werden. Trucker, Lkw-Besitzer und Besucher waren sich einig: Auch 2017 wollen sie dieses Treffen organisieren, um gemeinsame Tage ohne Tachoscheibe zu erleben.

(Text und Fotos: Klaus Dieter Häring)

  Impressionen vom Treffen 2016

  

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