Der Westerwald – was für ein Genuss!

„Der Westerwald zeigt Flagge für den guten Geschmack“. Eine Flagge wurde für die 1. Westerwälder Genusstage im TERTIÄRUM des Stöffel-Parks zwar nicht gehisst. Trotzdem war alles oder besser gesagt Vieles vertreten, was den guten Geschmack im Westerwald für Gourmetfreunde ausmacht.

Ein Projekt, dass es schon lange gibt

Es galt für die Westerwald-Touristik als Veranstalter das Regionalprojekt „Wäller Küche – BodenständigGut“ mit neuem Leben und neuen Ideen zu füllen. Vor zehn Jahren hatte dieses Projekt mit Küchen- und Kartoffelwochen bei Gastronomen im Westerwald schon auf Produkte des Westerwaldes und seiner Gourmetküche aufmerksam gemacht. Doch Projektleiter Jörg Hohenadl vom Westerwald-Touristik Service beschreibt die Erfahrungen aus dieser Zeit knapp mit „Es ist für die Genuss-Region Westerwald noch viel Luft nach oben.“ Und er fragte „Wo wollen wir hin?“

Produkte, die den Vergleich nicht scheuen müsen

Um diese Frage zu beantworten, galt es zuerst, die Frage nach den Produkten aus dem Westerwald zu bearbeiten. Und hier kam für die Antwort eine Neuauflage der Westerwälder Genusstage mit einem neuen Konzept in Frage. Denn allen war klar, dass der Westerwald hervorragende Produkte zu präsentieren hat, die sich auf jeden Fall mit denen aus anderen Gourmetregionen in Deutschland und darüber hinaus messen können.

„Genuss“ nicht nur als Touristenattraktion

Doch für den Westerwald-Touristik Service war klar, dass diese Produkte nicht nur für Touristen interessant sein sollten. „Die Produkte sind 365 Tage im Jahr da, also sollten auch die Westerwälder selbst davon profitieren,“ so Hohenadl. Für Gäste wie Einwohner gewinnen Regionalität und das damit verbundene Genusserlebnis zunehmend an Bedeutung.

Gestartet wurde mit einem Tag für Fachbesucher

Damit nun auch die Westerwälder in den sprichwörtlichen Genuss der Produkte kommen, wurden 20 Anbieter eingeladen ihre Erzeugnisse anzubieten. „Wir wollen auf diesem Genusstag den Verbrauchern auch das Gesicht hinter den Produkten präsentieren“, erläutern die Veranstalter. Gleichzeitig sollten Fragen wie nach der Verfügbarkeit der Produkte, den Liefermöglichkeiten oder aber über Mengen, die über den Verbrauch eines normalen Haushaltes hinausgehen, beantwortet werden. Aus diesem Grund wurden die Genusstage mit ihren Anbietern zu Beginn für Fachbesucher freigegeben und es wurden Erzeuger und Gastronomen, aber auch Handel und Logistikanbieter zusammengebracht. Hier gab es die entsprechenden Antworten bei einer Verkostung.

Große Vielfalt an Anbietern

Von dem besonderen Wert, den die Veranstalter auf die hohe Einbindung von regionalen Erzeugern, deren Rohprodukte und Getränke legten, überzeugten sich dann viele Besucher, die sich auch von der Vielfalt der Anbieter überzeugten. Diese kamen aus den Bereichen Schinken, Wurst und Fleisch, Käse und Molkereiprodukte, Honig und Fruchtaufstriche, Öle, Essige und Hülsenfrüchte, Brot und Backwaren, Schnäpse, Weine, Säfte und Biere.

Linsen aus dem Westerwald?

Oftmals kamen interessante Gespräche bei einem Rundgang an den Ständen auf. So wie mit der Seniorchefin des Anna-Hof aus Orfgen-Berg Helga Müller. Vor ihr war zu erfahren, dass der Betrieb seit drei Jahren auch spezielle Westerwälder Linsen anbaut und an den Gourmettagen auch im Angebot hatte. Diese Linsen waren dann auch eines der vielen regionalen Produkte, die am Abend des ersten Tages in der Alten Schmiede im Rahmen eines Menüabends gereicht wurden.

Ein Sechs-Gänge-Menü vom Feinsten

Der Caterer kam mit Bernd Becker aus Asbach auch aus dem Westerwald. Er „zauberte“ für die über 80 Gäste ein Sechs-Gang-Menü mit Mousse von Räucherforelle auf Rote-Beete-Carpaccio. Danach gab es eine Kartoffel-Sauerkraut-Suppe mit einer Scheibe Hirschsalami als Krönung. Das Hauptmenü bestand aus Rauchfleisch und Kaninchen am Spieß mit einem Steinpilz-Risotto. Als Alternative gab es beim Zweierlei vom Weiderind mit Spitzkohl, Kartoffel-Kürbis-Torte und Hachenburger Schwarzbier-Jus. Der herzhafte Chutney-Käse kam aus Oberrod und für die Desserts wurde Quitte genutzt. Den kulinarischen Hochgenuss rundeten Günter Weigel, Achim Wüst und Norbert Gundermann an den Instrumenten und Lea Fuji und Livia Munsch mit ihren Stimmen mit einem künstlerischen Hörgenuss ab.

(Text: Klaus Dieter Häring, Fotos: Sabine Dörner und Fotostudio Roeder Moldenhauer)

  Impressionen eines sehr genussvollen Abends

 

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