Wirbeltiere/Säugetiere

1992 gelang dem Grabungsteam ein Säugetierfund, der den Stöffel weltweit berühmt gemacht hat. Die wissenschaftliche Bearbeitung des Skeletts dieses kleinen, mausähnlichen Tieres, der „Stöffel-Maus”, mitsamt Haaren und Magen-Darm­inhalt ergab, dass es sich um den ersten Skelettfund eines Kleinsäugers aus der ausgestorbenen Nagerfamilie der Eomyiden handelte. Er ließ sich als die schon durch einen einzelne Zähne und Knochen bekannte Art Eomys quercyi bestimmen, benannt nach dem Fundort Quercy in Frankreich.

Die besonders gute und komplette Erhaltung einer Flughaut erlaubte eine genaue Rekonstruktion der Fortbewegungs- und Lebensweise der so genannten Stöffel-Maus als Gleitflieger, ähnlich der heutigen Flughörnchen. Bis heute ist es der älteste Nachweis des Gleitfluges bei Nagetieren. Die Stöffel-Maus wurde vermutlich durch Windböen auf den See hinausgetrieben, wo sie ertrank.

Nicht weniger interessant: der Fund eines otterartigen Tieres. Bei dem 1996 geborgenen Teilskelett von Potamotherium valletoni handelte es sich um den bisher ältesten Nachweis eines otterartigen Fleischfressers mit Milch- und Dauerzähnen.  Der Zahnwechsel des Tieres war noch nicht abgeschlossen, folglich war es noch ein junges Tier. Das Skelett von Potamotherium ließ eine starke Anpassung an eine Lebensweise im Wasser erkennen.

Bevorzugt blieben natürlich diejenigen Tiere erhalten, die im See selbst lebten. Zu den seltenen Funden zählen daher Reste von landlebenden Tieren wie Maulwürfen oder Kormoranen und Hühnervögeln und einem Hasen.