Lesung: Niko Paech – Befreiung vom Überfluss

Im Rahmen der Westerwälder Literaturtage ist Professor Niko Paech zu Gast in der Verbandsgemeinde Westerburg. Der Wachstumskritiker ist in der Alten Schmiede im Stöffel-Park, Enspel zu erleben: am Freitag, 12. Oktober 2018, 19.30 Uhr.

Noch ist die Welt nicht bereit, von der Droge „Wachstum” zu lassen. Aber die Diskussion über das Ende der Maßlosigkeit nimmt Fahrt auf. 

Lokale Selbstversorgungsmuster stärken

Nach einer vollen Arbeitswoche möchte man sich auch mal etwas gönnen: ein neues Auto, ein iPad, einen Flachbildfernseher. Und schon steckt man im Teufelskreis aus Konsumwunsch und Zeitmangel. Der stete Ruf nach mehr lässt Rohstoffe schwinden und treibt die Umweltzerstörung voran.

Dabei gelten grünes Wirtschaftswachstum und nachhaltiger Konsum als neuer Königsweg. Doch den feinen Unterschied – hier gutes, dort schlechtes Wachstum – hält Niko Paech für Augenwischerei. In seinem Gegenentwurf, der Postwachstumsökonomie, fordert er, industrielle Wertschöpfungsprozesse einzuschränken und lokale Selbstversorgungsmuster zu stärken.

Raus aus dem Hamsterrad

Ein solches Wirtschaften wäre genügsamer, aber auch stabiler und ökologisch verträglicher. Und es würde viele Menschen entlasten, denen im Hamsterrad der materiellen Selbstverwirklichung schon ganz schwindelig wird.

Zur Person 

Niko Paech ist einer der bedeutendsten deutschen Wachstumskritiker – und er ist authentisch, denn er lebt seine Vision einer „entschleunigten und entrümpelten Welt”. Der Volkswirtschaftler ist seit 2010 Professor an den Universitäten Oldenburg und Siegen. Als Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von Attac genießt er einen hohen Bekanntheitsgrund und findet bei einer breiten Öffentlichkeit Gehör.

Ort
Stöffel-Park, Alte Schmiede

Zeit
Freitag, 12. Oktober 2018, Beginn 19.30 Uhr. Einlass ab 19 Uhr, freie Platzwahl

Preis
EUR 5

Vorverkauf

Veranstalter
Kulturbüro Verbandsgemeinde Westerburg mit freundlicher Unterstützung von Immobilien Kessler IBW aus Westerburg

(Foto: privat)