Biker erobern den Stöffel-Park

Hier hat alles gepasst: Für das 3. Westerwälder BMW-GS-Treffen hat sogar das Wetter verrückt gespielt – und für freundliche Sonne und Wärme gesorgt. Ein Bericht von der RZ gibt ausführlich Auskunft.

Stöffel-Park wurde zum Mekka der Motorradfans: BMW-Treffen

Fast 3000 Besucher informierten sich und feierten sich und die Motorräder: Aller guten Dinge sind drei, dachte sich wohl das Motorrad-Center Altendiez (MCA) und machte die dritte Auflage des BMW-GS-Treffens als Veranstalter zum gelungenen Großereignis für Motorradfans nicht nur der blau-weißen Kultmarke. Was an zwei Tagen den beinahe 3000 Besuchern im Tertiär-Industrie- und Erlebnispark Stöffel geboten wurde, war beachtlich.

Schon am Freitag reisten die ersten Besucher an, und der Zeltplatz am ehemaligen „Brecher 1“ füllte sich. In der Nissenhalle wurde der Samstag mit einem deftigen Bikerfrühstück eingeläutet, und im Ausstellerdorf hatten 25 große und kleine Unternehmen ihre Stände und Präsentationen hergerichtet.

Auffälligstes Fahrzeug war der gewaltige BMW-Truck, der mit zahlreichen Motorradmodellen für Probefahrten angereist war. So wurde exklusiv das neue Einstiegsmodell, eine G 310 R, ausgestellt. Der Veranstalter aus Altendiez hatte alles an Motorrädern aufgefahren, was möglich war. So konnten die interessierten Besucher mit Leihmaschinen aller Klassen an geführten Westerwaldrundfahrten teilnehmen oder einfach nur ihr Traumbike testen. „Wo sonst kann man so was schon mal mitmachen?“, fragte ein Besucher aus Belgien rhetorisch.

Die großen Zubehörspezialisten wie Touratech und Wunderlich stellten vollausgestattete Maschinen aus. Ob Reiseequipment oder individuelle Verschönerungsideen: Hier konnten die interessierten Zweiradfans anfassen und ausprobieren, was sonst nur im Katalog zu sehen ist. Seit fast einem Jahrhundert ist die Firma Magura Zulieferer für BMW-Motorräder und führte Armaturen, Kupplungen und Zubehör vor. Nebenan konnten die neuesten Helme von Shark bestaunt oder Motorradanhänger von Camp&Bike aus Bad Camberg gemietet werden. Vor Ort konnten Testsieger-Motorradreifen von Pirelli und Metzeler ausgesucht oder Handschuhe des deutschen Herstellers Held anprobiert werden.

Somit bestens ausgestattet, nahmen zahlreiche Teilnehmer im Parkgelände an Schottertrainingseinheiten teil. Dirk Thelen, vierfacher deutscher Enduromeister, führte die hohe Kunst des Fahrens auf losem Untergrund vor. „Ich gebe Tipps für die richtige Haltung, die Leute können technisch-fahrdynamische Verbesserungen mitnehmen und dies dann auch auf der Straße umsetzen“, erklärte er. Teilnehmerin Tanja Geibert: „Dirk hat mir in einer Stunde erklärt, wie man im Offroadbereich richtig auf dem Motorrad steht. Das war der Hammer.“ Instruktoren wie Tobi Weiser zeigten im Gelände die hohe Kunst, sich auf einer BMW GS im Gelände geschmeidig fortzubewegen. Armin Schmidt vom DachteamNistertal fuhr seinen Kran auf 30 Meter Höhe aus und ermöglichte schwindelfreien Besuchern atemberaubende Ausblicke auf den Stöffelpark.

Stöffel-Park war Startpunkt für Westerwalderkundung

Georg Schäfer aus Enspel zeigte als Tourguide bei seinen 30-Kilometer-Rundfahrten Teilnehmern den Westerwald. „Die sind von den kleinen Straßen und engen Kurven begeistert“, sagte er. Über die Dörfer ging die Runde nach Hachenburg und an der Westerwälder Seenplatte vorbei wieder nach Enspel.

Auch Peter und Uschi Bergmann aus der Lüneburger Heide nahmen an einer Rundfahrt teil und schwärmten: „Hier machen wir demnächst Urlaub – das steht fest.“ Man traf aber auch Einheimische wie Herbert Hilpisch aus Enspel. Der 72-Jährige fuhr früher selbst eine BMW R 25 und berichtete: „Als Kinder haben wir hier gespielt und dann gearbeitet. Es ist schön, dass jetzt so viele Besucher hierher kommen.“

Am Abend rockte die Gruppe „Noisic“ die Basaltbühne. Es wurde getanzt und gefeiert, und es wurden Benzingespräche geführt. „Der Vollmond passt in die friedliche Stimmung“, berichtete Martin Rudolph, der Leiter des Stöffel-Parks. „Wir wachsen hier und werden immer vielfältiger.“ Stolz konnte nach dem GS-Treffen auch Stephan Schmidt sein. Der Inhaber von MCA fasste das Treffen zusammen: „Es geht nach vorne, wir werden professioneller und immer besser.“ „Sein“ engagiertes Team aus Mitarbeitern Stöffel-Park, MCA Belegschaft, Stöffelvereinsbikern und dem Caterer-Team „Die Idee“ stemmte eine hervorragende Veranstaltung, und die etwa 1500 angereisten Motorradfahrer sprechen für sich.

Text: Thomas Oesterreich

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