Bernd Baldus: Der Blues und die Liebe zum Leben

Ein großartiges Konzert mit dem Enspeler Multitalent Bernd Baldus und dem Fuldaer Gitarristen Mike Jehn rundete am 22. April 2016 im ausverkauften Café Kohleschuppen Baldus‘ Ausstellung „Ausgewählte Arbeiten“ ab.

Acht Wochen lang begeisterte der vielseitige Künstler mit seinen Bildern die Besucher des Stöffel-Parks. Da Baldus seit 2004 auch als Musiker, Sänger und Rezitator mit Soloprogrammen auf der Bühne steht, war eine „musikalische Finissage“ als Sahnehäubchen der Ausstellung nur konsequent.

Unglaublich abwechslungsreich

Baldus und Jehn überzeugten mit Interpretationen von Stücken bekannter Musiker wie Bob Dylan, Hannes Wader, Leonard Cohen und vielen anderen Musikern. Besonders spannend: Baldus sang von Udo Lindenberg „Er wollte nach London“ – ein Lied, das auch für die Lindenberg-Fans unter den Zuhörern eher unbekannt war. Bei „Albatros“ von Peter Green wiederum konnte man wunderbar ins Träumen geraten. Und das es möglich ist, Bod Dylan in Enspeler Platt zu interpretieren, hatten die anwesenden Kunst- und Musikfreunde nicht gedacht – aber Bernd Baldus gelang das mit „Fier emmer jong“ (Forever young) ganz hervorragend!

Den Blues im Blut

Eine Stilrichtung durfte natürlich nicht fehlen – der Blues. Als die ersten Akkorde leidenschaftlicher Bluesstücke erklangen, gab es kein Halten mehr, das Publikum war restlos begeistert. Bernd Baldus‘ dunkle Stimme macht den Blues perfekt.

Zwischen den Musikstücken rezitierte der Künstler meisterhaft Gedichte von Ringelnatz, Kästner und Tucholsky. Sofort stellte sich das Gefühl von Seelenverwandtschaft zwischen diesen Schriftstellern und Baldus ein.

Heimspiel in Enspel

Bernd Baldus erzählte auf seine unnachahmliche humorige Art Geschichten aus seiner Jugend. Da es für Baldus ein Heimspiel war – er verbrachte seine Kindheit und Jugend in Enspel – konnten sich einige Zuschauer, unter denen sich Freunde und ehemalige Weggefährten befanden, an seine damals schon kreativen Ideen und Aktionen erinnern. Für viele wurde die eigene Jugend wieder präsent, man schwelgte in gemeinsamen Erinnerungen und es gab einfach viel zu Lachen. Jeder konnte etwas für sich mit nach Hause nehmen. Und am Ende hieß es immer wieder: „Danke, Bernd Baldus, für die beeindruckende Ausstellung und einen wunderschönen Abend!“.

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