Auf elektrischem Drahtesel flott um den Stöffel-Park

Weit über 60 Radler wollten bei Aktionstag mitmachen! Nur ein Radler traute sich, beim 1. Westerwälder Pedelec-Tag am Maifeiertag rund um den Stöffel-Park ohne Elektromotor am Rad mitzumachen. Die anderen rund 60 Mitfahrer hatten entweder ihr eigenes Rad mitgebracht oder nahmen das Angebot des Westerwald Touristik-Service (WTS) an, mal ein Pedelec auszuprobieren. Die letzteren waren weit in der Überzahl, wie Eva Lehna, die WTS-Projektverantwortliche, sagte. Sie berichtete auch, dass man noch eine ganze Menge mehr Elektro-Bikes hätte verleihen können, sofern man sie denn gehabt hätte. Die Pedelecs waren von den Touristinfos im ganzen Westerwald und dem Vita-Balance-Hotel in Waldbreitbach für den Stöffel-Park zusammengezogen worden.

Aber auch so waren die beiden Gruppen, die am Morgen im Stöffel-Park starteten, groß genug, wie die erfahrenen Führer Jupp Trauth und Thomas Franck feststellten. Nach einer kurzen Einweisung für die E-Bike-Neulinge durch Torben Groß vom Bockshop in Bad Marienberg ging es auch schon flott los. Hatten manche der Radler morgens noch durch dichten Nebel anreisen müssen, kam pünktlich zum Start die Sonne durch.

Erst einmal war jetzt Bremsen angesagt, als es vom Tertiär- und Industrie-Erlebnispark hinab ins Nistertal ging. Nach Büdingen, Nistertal und Korb wurde die Nister überquert, um beim Anstieg durch den Hachenburger Wald das erste Mal so richtig die Motoren der Räder zu testen. Bevor aber die Löwenstadt erreicht wurde, gab es noch einen Schlenker über Dehlingen und Alpenrod. Am Judenfriedhof und Landschaftsmuseum vorbei radelten alle über angenehme Wege mitten in die Stadt. Beim mittäglichen Zwischenstopp an der Touristinfo Hachenburg gab Bärbel Abresch die Lunchpakete aus. Praktischerweise waren die in Stoffrucksäcke verpackt.

Von Hachenburg aus war noch einmal auf der Alten Poststraße ein Anstieg zum Gräbersberg zu bewältigen. Zwischendurch durften die Radler die Aussicht auf Gehlert genießen. An der gut besuchten Alpenroder Hütte vorbei führte der Weg zur Wiedquelle bei Linden. Von hier ging's dann recht eben hinüber nach Rotenhain und von dort hinunter ins Tal nach Bellingen. Bei der Auffahrt nach Stockum-Püschen und dem Stöffel-Aussichtsturm kam dann vielen Radlern noch einmal die Motorunterstützung sehr gelegen.

Angesichts der überaus positiven Resonanz gingen die beiden Geschäftsführer Martin Rudolph (Stöffel-Park) und Christoph Hoopmann (WTS), der übrigens selbst an der Rundtour teilnahm, schon am Freitagabend davon aus, dass der Pedelec-Tag am 1. Mai im Stöffel-Park zu einer festen Einrichtung werden könnte. (Text: WZ Redakteur Markus Müller)

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